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Monique, mein (Um-) Weg zum Yoga

Aktualisiert: 23. Aug.

Erfahrungsbericht




Monique (42) – mein (Um-) Weg zum Yoga

Grundsätzlich war ich schon immer fasziniert von Bewegung und sportlich aktiv. Auf die körperlichen Herausforderungen von zwei Schwangerschaften und das Tragen von kleinen Kindern konnte mich jedoch kein Sportprogramm dieser Welt vorbereiten.

Ich war Ende 20, als mich eine Kollegin dazu ermutigt „das mit dem Yoga doch mal zu probieren“. An meine erste Stunde in einem Hamburger Yogainstitut erinnere ich mich nicht im Detail.


Was ich erinnere, ist das Gefühl von Ernüchterung. Ich kam in der Abfolge der Asanas nicht hinterher und war nur damit beschäftigt nach links und rechts zu schauen, um überhaupt zu wissen, welches Körperteil wohin gedehnt oder gedreht werden sollte. Ich sah die anderen Teilnehmer, die mit einem Lächeln durch Bewegungsabläufe (jetzt weiß ich, es war der Sonnengruß) flossen. Ich konnte weder lächeln, noch mithalten. Meine Hände berührten nicht den Boden und ich war in meinen Bewegungen viel zu übereifrig. Beim Versuch die Kobra besonders „gut“ zu machen, klemmte ich mir irgendetwas ein, was mich noch Tage danach an meinen Egotrip auf der Matte erinnern sollte. Warum tue ich mir das an? Warum soll das gut sein? Unmöglich, dass ich das jemals lerne! Egal...ich hatte mutig eine 10er Karte erworben und war entschlossen, diese abzuarbeiten. Komme was wolle!

In der zweiten Stunde hatte ich einen anderen Lehrer. Er rezitierte einen wunderschönen Text und leitete langsamer und ruhiger an. Ich kann nicht sagen, dass ich schon floss, aber ich lächelte wenigstens ein paar Mal. Ahhh...dachte ich. Kurz nachdem meine 10er Karte abgeyogt war, verließ der Lehrer meines Herzens das Institut. Wenig später tat ich es ihm gleich und begab mich auf die Reise durch die Hamburger Yogastudios auf der Suche nach einem Ort, wo ich auf der Matte lächeln mochte. Wenn ich jetzt an meine Erfahrungen von damals zurückdenke, komme ich ins Schmunzeln. Das Spektrum reichte, je nach Stadtteil, von Patchouli & Wollsocke, Sportstudio-Kampf um den Mattenplatz bis hin zu Pret-à-Porter Power-Yoga.

Alles hat seine Berechtigung aber nicht alles passt zu mir und meinen Bedürfnissen. Ja, ich mag Räucherstäbchen, wenn sie mir nicht die Luft zum Atmen nehmen. Ja, ein Sportstudio ist ein wunderbarer Ort zum Yogen. Doch wenn der Kurs danach der Spinningkurs ist und die Teilnehmer in ihren Klicks vor der Tür auf und ab gehen und schon mal das Equipment heranschaffen, kann ich nur schwer in Savasana entspannen. Und ja, ich mag kraftvolle Abäufe, bin aber restlos überfordert, wenn die Ansagen in Stil und Tempo des Songs „YMCA“ (Village People, ihr erinnert euch) in den Raum gebrüllt (es gibt kein passenderes Wort) werden. Obwohl der Lehrer in seinem perfekt abgestimmten Outfit ganz hinreißend aussah und im Schweiße seines Angesichts oft lächelte, so wie auch die Teilnehmerinnen um mich herum, die sich in ihren farblich auf ihre Matte abgestimmten Outfits feengleich im Rhythmus dehnten.

Ich sehe es als glückliche Fügung, dass ich einer guten Bekannten damals mein Leid klagte und sie mir vorschlug, dass ich doch mal in den Unterricht ihrer Freundin Stephanie gehen sollte. Der Workshop zum Jahresende stünde an und ich könnte ja mal mitkommen. Als ich nach dem Workshop nach Hause fuhr, wusste ich, ich bin angekommen. Seit mittlerweile 10 Jahren bin ich mindestens ein Mal in der Woche beim CHAKRA SEVEN YOGA Team auf der Matte. Die meiste Zeit habe ich mit Steph verbracht, mit der mich mittlerweile eine tiefe Freundschaft verbindet. Die sanfte Art und Weise, wie sie und alle anderen Lehrer:innen im Team die Asanas anleiten, das Wissen zur Yogaphilosophie, Anatomie und der ganzheitliche Ansatz der Stunden, beeindruckt mich nach all der Zeit noch immer. Ich fÜhle mich immer gesehen und auch von der Gruppe getragen. Das Team CHAKRA SEVEN und alle Mit-Yogis sind zu einer Familie für mich geworden, die ich nicht missen möchte. Dass ich in diesem Jahr eine Ausbildung zur Yogalehrerin bei CHAKRA SEVEN begonnen habe, ist die Erfüllung eines von mir lang gehegten Wunsches. Und auch wenn ich mich im kommenden Jahr Yogalehrerin nennen darf, so bleibe ich immer Schülerin von Steph und ihrem wunderbaren Team.

In tiefer Dankbarkeit, Monique



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