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  • AutorenbildBritta Ibbeken

Achtsamkeit und Selbstmitgefühl

Es braucht Achtsamkeit und Selbstmitgefühl für mehr Frieden und Liebe in uns und somit in der Welt!

Wir dürfen lernen, uns selbst zu beobachten! Wir dürfen lernen, Achtsamkeit über unsere eigenen Gedanken walten zu lassen.


Achtsamkeit bedeutet, dem eigenen Geist und seinen Qualitäten, mitfühlend zu begegnen. Achtsamkeit hat also zwei Flügel. Der erste Flügel ist das aufmerksame Beobachten, dessen, was ist. Der zweite Flügel steht für die Freundlichkeit, die mitfühlende Haltung uns selbst und anderen gegenüber. In meinen Achtsamkeit Kursen (MBSR) lese ich gerne die „Parabel von den zwei Wölfen“ zu Beginn der Kurseinheit „Gedanken freundlich beobachten“ vor.


Zitat:

Eines Abends erzählte ein alter Cherokee-Indianer seinem Enkelsohn am Lagerfeuer von einem Kampf, der in jedem Menschen tobt.

Er sagte: „Mein Sohn, der Kampf wird von zwei Wölfen ausgefochten, die in jedem von uns wohnen. Einer ist böse. Er ist der Zorn, der Neid, die Eifersucht, die Sorgen, der Schmerz, die Gier, die Arroganz, das Selbstmitleid, die Schuld, die Vorurteile, die Minderwertigkeitsgefühle, die Lügen, der falsche Stolz und das Ego.

Der andere ist gut. Er ist die Freude, der Friede, die Liebe, die Hoffnung, die Heiterkeit, die Demut, die Güte, das Wohlwollen, die Zuneigung, die Großzügigkeit, die Aufrichtigkeit, das Mitgefühl und der Glaube.“

Der Junge fragte voller Ungeduld: „Erzähl weiter Großvater…welcher Wolf wird den Kampf um das Herz gewinnen?“

Der Alte lächelte und sagte: “Der Wolf, der am häufigsten gefüttert wird. Darum lebe achtsam und lerne beide Wölfe gut kennen. Und dann wähle jeden Tag von Neuem, welchen Wolf du füttern möchtest.“


Nach meiner Überzeugung, geht es im Leben darum, Liebe zu leben. Der düstere Wolf in uns, manchmal auch als Ego bezeichnet, hält uns gerne davon ab. Wir dürfen ihn anerkennen, dadurch, dass wir ihm bewusst begegnen und ihm mit Freundlichkeit und Mitgefühl Raum schenken. Wir dürfen unsere eigene Ungeduld, unsere Wut, unseren Neid, unser Urteile und unsere Scham sehen, benennen und annehmen. Indem wir das tun, schaffen wir Raum für den liebevollen Wolf. Wir schaffen Raum für die Geduld, für unser Verständnis, für Dankbarkeit, für Vertrauen. Wir kreieren Raum für die Liebe. Wir nähren mithilfe dieser Qualitäten den liebevollen Wolf in uns.


Es braucht Achtsamkeit und Mitgefühl. Es braucht zwei Flügel, um Fliegen zu können, beobachten, erkennen, benennen und damit loslassen, was den liebevollen Wolf nicht nährt heißt für mich mitfühlende Achtsamkeit oder auf Englisch noch eingänglicher ausgedrückt „heartfulness“.

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