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  • AutorenbildMonique

Sivananda Yoga - das klassische Hatha Yoga

Die Transformation vom Arzt Kuppuswami, in einen der einflussreichsten Hatha Yoga Weisen, Swami Sivananda, begann im Jahr 1924. In diesem Jahr traf der junge Arzt in Rishikesh seinen Guru Vishwananda Saraswati und wurde in den Entsagungsorden der Sannyas eingeweiht.

Seine Kraft und Inspiration zog er aus der Askese und seiner Yogapraxis.

Im Jahr 1936 gründete er mit der Divine Life Society in Rishikesh einen Ort, an dem Menschen, die auf der spirituellen Suche waren, zusammenkamen. Swami Sivananda gewährte ihnen kostenlosen Zugang zu spiritueller Literatur und machte sie mit seiner Interpretation der Synthese des Yoga bekannt, in der er die praktische Umsetzung der Yogaphilosophie in den Vordergrund stellt.


Sivananda Yoga integriert alle der vier wichtigsten Yogawege (Jnana Yoga, Bhakti Yoga, Karma Yoga und Raja Yoga) in einer ausgewogenen Art und Weise. Einige Auslegungen der Bhagavad Gita raten, dass sich Praktizierende für einen der vier Yoga Wege entscheiden und diesem dann folgen sollten. Swami Sivananda war jedoch davon überzeugt, dass jeder Praktizierende, abhängig von Präferenz und Temperament, Techniken aus allen vier Bereichen nutzen kann. So entstand sein Yoga der Synthese mit dem Leitspruch: serve - love - meditate - realize


Sivananda Yoga basiert auf einer Grundasanapraxis, die sich an das Alter, besondere Umstände und das Können anpassen lässt. Am Anfang seht eine Anfangsentspannung, in der Praktizierende in Savasana durch Autosuggestion (Körperreise) in den Zustand tiefer Entspannung versetzt werden. Die Praxis von Surya Namsakara (Sonnengruß) weckt den Körper auf und bereiten ihn für die Asanapraxis vor. Dann werden die 12 Asanas der sogenannten Rishikesh Reihe nacheinander ausgeführt und gehalten. Während der Asanas liegt der Fokus immer auch auf dem tiefen Yoga-Atem. Bei dieser Atemtechnik fließt der Atem erst in den Bauch, dann in den Brustkorb und am Ende unter die Schlüsselbeine. Der tiefe Atem soll während der Asanas Raum in den Körper bringen, wo die Praktizierenden körperliche Enge wahrnehmen.

Im Savasana, der Entspannung am Ende der Stunde, kommen Schülerinnen und Schüler durch den Wechsel von muskulärer An- und Entspannung und einer erneuten Körperreise in einen tiefen Zustand körperlicher Entspannung, die einen Zugang zur inneren Gedankenstille förden möchte.


Fünf Grundprinzipien des Sivananda Yoga

1. Asana: richtige Körperhaltung, Schmierung der Gelenke, Muskeln, Bänder

2. Pranayama: richtige Atmung, Aufladen der "Batterie", Gewinnung von Lebensenergie (Prana)

3. Savasana: richtige Entspannung, Beruhigung des Nervensystems

4. Vegetarismus: richtige Ernährung, Gewinnung von Treibstoff für den Körper

5. Vedanta, Dhyana: Gedankenkontrolle, Meditation, Erfahrung von Ruhe und Frieden

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