• Monique

„Lass dich auf den Zauber des Anfangs ein! Die Leichtigkeit kommt mit der Praxis.“

Aktualisiert: 3. Nov.


Interview mit Barbara Lehmann, Absolventin der Yogaausbildung im Januar 2016


Wie arbeitest du seit Abschluss deiner Ausbildung im Januar 2016 als Yogalehrerin?

Ich habe unmittelbar angefangen zu unterrichten neben meiner Tätigkeit im Marketing. Die hohen Ansprüche an mich selbst haben auch dazu geführt, dass ich am Anfang nichts dem Zufall überließ. Die Unterrichtsstunden im ersten Jahr habe ich jeweils komplett auf DIN A4 Zetteln ausformuliert. Aber, je öfter ich Stunden gegeben habe, desto mehr hat sich das, was ich sagen wollte, eingeprägt. Über die Praxis habe ich mehr und mehr Vertrauen in mich und mein Können gewonnen. Heute kann ich sagen, dass die Leichtigkeit tatsächlich mit der Praxis kam.

Seit Abschluss der Ausbildung habe ich zahlreiche Zusatzausbildungen, wie zum Beispiel Yoga für Menschen mit besonderen Bedürfnissen gemacht und arbeite unter anderem mit blinden Menschen. Seit einem Jahr bin ich auch psychologische Yogatherapeutin. Aktuell unterrichte ich drei feste Yogaeinheiten pro Woche. Im Sommer (ab Mai) gebe ich auch Stunden auf dem Steg an der Alster (@yoga_an_der_alster).


Warum hast du die Ausbildung begonnen.

Ich habe mit Mitte 20, während meiner ersten Schwangerschaft mit meiner Yogapraxis begonnen. Damals war mein Fokus auf Kundalini Yoga, was noch immer einen festen Platz in meinem Herzen hat. Meine Yogapraxis war schon damals ein wertvoller und nährender Teil meines spirituellen Weges. Als ich Mitte 40 war, merkte ich aber, dass ich tiefer ins Thema eintauchen und mir Wissen aneignen wollte, um Yoga auch als Ventil für meine eigene Sprache und meinen Ausdruck zu nutzen. Ich hatte Lust, voll und ganz ins Thema einzutauchen, Wissen zu erwerben und zu vertiefen. Gemäß dem Prinzip von „Wenn du etwas meistern willst, dann unterrichte es“, ist mein Interesse an einer Ausbildung zur Yogalehrerin stetig gewachsen. Ich war damals schon lange einmal die Woche in den Yogastunden bei Steph. Als sie 2015 ihre zweite Yogalehrer:innenausbildung angeboten hat, habe ich mich angemeldet und ein Jahr später, mit 52, war ich zertifizierte Yogalehrerin.


Was hat dich überzeugt, dass die CHAKRA SEVEN YOGA Ausbildung die richtige für dich ist?

Mich hat die Symbiose aus Spiritualität und Körperarbeit begeistert. Als erfahrene Kundalini-Yogini war es für mich natürlich toll, dass Steph diese Art des Yoga, neben Hatha Yoga, ebenfalls integriert hat. Besonders angesprochen hat mich auch die Art und Weise, wie Steph die alten Traditionen lehrt. Sie transportiert das Wissen frei von Dogmen. Aus meiner Sicht gelang es der Gruppe dadurch leicht, sich auf die Inhalte der einzelnen Lehreinheiten einzulassen und dem individuellen Impuls zu persönlichem Wachstum und Transformation zu folgen. Die Öffnung des Herzens – und es bewusst zu spüren - ist ein zusätzliches Geschenk.


Was gibst du angehenden Yogalehrer:innen gerne mit auf den Weg?

Lass dich auf den Zauber des Anfangs ein! Traue dich, gerade in den ersten Stunden, die du unterrichtest, deine Persönlichkeit, aber auch deine eigene Verletzlichkeit einfließen zu lassen. Hole dir in den Stunden, die du gibst auch immer etwas für dich selbst raus. Nutze sie als Chance, dich Stück für Stück mehr mit dir selbst und deinen (vermeintlichen) Unzulänglichkeiten zu verbinden. Meine Erfahrung ist, dass das mit der Routine in den Hintergrund rücken kann.

Was empfiehlst du Menschen, die Yogaleher:innen werden möchten?

Dass du dich nach dem Yogaunterricht gut fühlst, ist schon mal eine wichtige Basis. Wenn du dann noch mehr über die Wirkung der Asanas und die damit verbundene Philosophie wissen möchtest und Lust hast dieses Wissen mit anderen Menschen zu teilen, ist die Ausbildung ein Weg, der passen kann.


Was hat sich innerhalb der Ausbildung und seitdem für dich verändert?

Die Ausbildung hat mir auf mehreren Ebenen Impulse gegeben, die ich brauchte, um loszulegen. Erst nach der Yogaausbildung habe ich gemerkt, wie viel Freude ich am Vermitteln von Wissen habe. Die positive Rückmeldung von meinen Schüler:innen hat die Freude am Unterrichten genährt und mit der Freude kam die Leichtigkeit. Wenn ich Fehler mache, dann ist das ok. Ich lerne daraus und bleibe im Fluss. Ich folge der Yogaformel und konzentriere mich auf die Dinge, die wirklich wichtig sind, um in Verbindung mit mir selbst zu bleiben. Ich achte darauf, vorrangig Dinge zu tun, die mich langfristig nähren und das drückt sich auch in meiner Art zu unterrichten aus. Ich nutze Yoga als meine eigene Ausdrucksform in Bezug auf andere und bin dabei authentisch. Für mich ist das ein wundervoller Weg, Yoga in die Welt zu bringen.


Worin siehst du den Mehrwert der Yogalehrer:innen & Transformationsausbildung für dich?

Für mich hat jeder eine spirituelle Selbstverantwortung. Durch das Erfahren und Erleben der philosophischen Grundsätze in der Praxis, hat sich meine Sicht auf das Leben sehr verändert. Ich beziehe diese Grundsätze in mein Leben und Sein ein und sie entwickeln sich stetig in mir weiter. Das Wissen und die Erfahrung, die ich aus der Ausbildung mitgenommen habe, bilden die Grundlage für mich, weiter nach Antworten auf offene Fragen zu suchen, neue Fragen aufkommen zu lassen und mich immer weiter zu entwickeln.

51 Ansichten0 Kommentare

Aktuelle Beiträge

Alle ansehen