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  • AutorenbildMonique

Vishuddha Chakra – das fünfte Chakra. "Die Magie der Worte und Grenzen."

Dieses Chakra lokalisierst du in deinem Hals. Wenn du das Bild magst, stelle dir gern einen himmelblauen Kelch vor, der sich auf Höhe deines Kehlkopfes nach vorn öffnet und einen weiteren, der sich nach hinten auf gleicher Höhe über deinen Nacken hinaus öffnet.


Dieses Chakra hat einen besonderen Stellenwert, weil es wie eine Brücke zwischen deinem Fühlen und deinem Denken fungiert.

Auf körperlicher Ebene wird es deinem Hals, Mund, Kehlkopf, Kiefer und Zähnen, aber auch deinem Sprachapparat wie deiner Speise– und Luftröhe zugeordnet. Und auch deine Ohren gehören dazu. Das Wort Vishuddha kommt es aus dem Sanskrit und bedeutet „Zentrum der Reinheit“. Im Hinblick auf die körperlichen Ebenen, die von diesem Chakra beeinflusst werden, ist Reinheit ein hohes Gut. Die Reinheit der Luft, die du atmest, die Reinheit der Nahrung, die deine Speiseröhre hinabgleitet, die Reinheit der Worte die du hörst (Hören ist der zugeordnete Sinn) und auch derer, die du sprichst. All das hat Einfluss auf die Balance deines 5. Chakras. Es ist das Zentrum deiner Kommunikation, die über die Vibration und Schwingung deiner Stimmbänder möglich ist.


In der Natur sind alle Schwingungen und Vibrationen durch Rhythmus charakterisiert. Die Jahreszeiten unterliegen dem natürlichen Rhythmus ebenso, wie Ebbe und Flut, Menstruation und Atem. Wenn dein Halschakra ausgeglichen ist, fällt es dir leicht mit dem Rhythmus deines Lebens in Harmonie zu sein. Du bist in der Lage klar und deutlich (auch vor größeren Menschenmengen) deine eigene Wahrheit, ohne Angst vor Ablehnung zu sprechen. Gerade dieser kreative Selbstausdruck kann aber eine große Herausforderung darstellen. Oft überwiegt unser Wunsch nach „Dazugehören“ und „gemocht werden“ und wir passen unsere Meinung an die der Mehrheit an. Eine Unterfunktion im Kehlchakra kann sich aber auch in Schüchternheit, leiser und fast piepsiger Stimme, holpriger Sprache und das Nutzen vermehrter Füllworter, wie „ähm“ oder „okay“ zeigen.

Oftmals sind derartige Verhaltensweisen bereits in der Kindheit angelegt. Sätze wie „du bist zu laut“, „deine Meinung interessiert nicht“, „halte dich zurück“ bringen Kindern bei, dass der Ausdruck der eigenen Wahrheit im Kreise der Erwachsenen nur bedingt als positiv bewertet wird. Oft entstehen dort schon die ersten Blockaden im Kommunikationszentrum.


An dem Ort deines Kehlchakras formulierst du deine Gedanken in Worte und übergibst sie somit der physischen Welt. Hier bekundest du deine Bedürfnisse und auch deine eigenen Grenzen. Und hier sitzt auch deine Willenskraft. Bei einem gut schwingenden 5. Chakra finden die unteren vier Chakras hier ihren Ausdruck. Darüber hinaus sitzt hier auch deine Selbsterkenntnis, deine persönliche Autorität, dein Glaube und deine Fähigkeit Entscheidungen zu treffen. Dein Kehlkopfchakra ermutigt dich dazu Entscheidungen in dem Wissen zu treffen, dass du dein Wort anderen, aber auch dir selbst gegenüber, halten kannst. In diesem Zusammenhang sind Grenzen ein wichtiges Stichwort. Wenn jemand über deine persönliche Grenze geht, fühlst du vielleicht einen „Kloß“ im Hals oder es „schnürt dir die Kehle zu“. In diesem Fall ist es hilfreich, wenn du einen Schritt zurück tritts und dich fragst, an welchem Punkt dein Gegenüber deine Grenze überschritten hat und dies klar und ohne Vorwürfe zum Ausdruck bringst. Ein liebevolles Nein mag dich am Anfang Überwindung kosten, und vielleicht stockt auch deine Stimme, aber langfristig stärkt es dein 5. Chakra und deine Position in deinem Umfeld.


Ein Gewinn für dieses Energiezentrum ist es, wenn tiefer und gleichmäßiger Atem deine Lungen füllt. Blockaden im Kehlchakra drücken sich auf körperlicher Ebene in Atemproblemen, Asthma oder häufigem Husten oder Bronchitis aus. In einem solchen Moment ist es hilfreich, wenn du dich ehrlich fragst, was dir gerade die Luft zum Atmen nimmt. Eine passende und regelmäßige Pranayama-Praxis aus dem Yoga kann zusätzlich unterstützend sein.


Beim Kehlchakra geht es, wie schon beschrieben, um Resonanz. Somit ist es gleichwertig, dass andere deine Grenzen achten, als dass du auch die Grenzen anderer wahrnimmst und respektierst. Mit einem Kehlkopfchakra in der Unterfunktion hast du die Tendenz sehr viel und sehr laut zu sprechen. Deine Meinung äußerst du oft ungefragt und hast manchmal die Tendenz die Wahrheit „auszuschmücken“. Dein Bedürfnis wahrgenommen und gehört zu werden, ebenso wie deine Ichbezogenheit sind über das natürliche Maß ausgeprägt. Das wirkliche Zuhören, ohne auf dein nächstes Stichwort für einen eigenen Kommentar zu warten, fällt dir schwer. Klatsch und Tratsch und endloses Argumentieren, findest du anregend. Als schier unerträglichen Gegenpol empfindest du Stille. Sie stört dein ununterbrochenes Denken und gibt dir keine Impulse für Erregung. Auf körperlichen Ebene äußert sich ein zu hoch schwingendes Kehlchakra in einem steifen Nacken, verspannten Schultern sowohl wiederkehrenden Erkältungs- und Atemwegserkrankungen. Aber auch Probleme mit der dem Kehlchakra zugeordneten Schilddrüse, können ein Hinweis auf eine Dysbalance im 5. Chakra sein.


In deiner Asanapraxis unterstützt du in Halsana (dem Pflug) durch sanften Druck deine Schilddrüse. Richtig ausgeführt ist er auch für deinen Nacken und deinen Schultergürtel eine Wohltat. Wenn du dir Entspannung im Bereich deines Kiefers und im Gesicht wünscht, probiere gern die Löwenatmung aus. Für die Entenspannung ist Viparita Karani die richtige Wahl. Diese Asana wird auch „der ruhige See“ genannt und wenn du magst, nimmst du diese Ruhe einfach mit, wenn du das nächste Mal in den blauen Himmel blickst. Das freut dein Halschakra doppelt.

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